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TOHA Automobil- Vertriebs GmbH

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Allgemeine Verkaufsbedingungen (AVB)

I. Vertragsschluß

Der Vertrag kommt durch Rücksendung (Annahme) des unterzeichneten Vertragsformulares (Angebotes) durch den Käufer innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt zustande. Nach Ablauf der Frist ist der Verkäufer an sein Angebot nicht mehr gebunden.

Die Unterzeichnung des Vertrages ist für beide Parteien verbindlich und kann nur im Falle einer Finanzierung gemäß Verbraucherkreditgesetz innerhalb von zwei Wochen nach Vertragsabschluss durch den Käufer widerrufen werden.

Lehnt die finanzierende Bank die Finanzierung ab, steht auch dem Verkäufer ein Widerrufsrecht des Vertrages binnen zwei Wochen nach Kenntnis der Ablehnung des Bankinstitutes zu.

II. Zahlung

  1. Der Kaufpreis einschließlich sämtlicher Nebenleistungen (Zulassung, Überführungskosten etc.) ist bei Übergabe des Kaufgegenstandes fällig.
  2. Gegen Ansprüche des Verkäufers kann der Käufer nur dann aufrechnen, wenn seine Gegenforderung unbestritten ist oder rechtskräftig festgestellt wurde.
    Ein Zurückbehaltungsrecht kann der Käufer nur ausüben, soweit es auf Ansprüchen des gleichen Vertragsverhältnisses beruht.

III. Lieferung und Lieferverzug

  1. Die Lieferfristen und Liefertermine beginnen bei Lagerfahrzeugen stets mit Vertragsabschluss und sind schriftlich zu vereinbaren.
  2. Bei Fahrzeugen, die vom Käufer konfiguriert werden (sogenannte Bestellfahrzeuge) ist eine Bestellung beim ausländischen Exporteur zusätzlich an eine Paß/Personalausweiskopie sowie eine Ankaufsvollmacht des Käufers für den Importeur gebunden. Lieferfrist und Liefertermine beginnen bei diesen Fahrzeugen erst, wenn ein schriftlicher Kaufvertrag sowie Ankaufsvollmacht im Original sowie Paß/Personalausweiskopie beim Verkäufer vorliegen.
  3. Der Käufer kann zehn Tage nach Überschreiten eines unverbindlichen Liefertermins den Verkäufer zur Lieferung binnen einer Frist von mindestens 10 Tagen auffordern.
    Mit dem Fristablauf der Aufforderung kommt der Verkäufer in Verzug.
    Hat der Käufer Anspruch auf Ersatz eines Verzugsschadens, beschränkt sich dieser bei leichter Fahrlässigkeit des Verkäufers auf höchstens 5 % des vereinbarten Kaufpreises. Will der Käufer darüber hinaus vom Vertrag zurücktreten und Schadensersatz statt der Leistung verlangen, muss er dem Verkäufer nach Ablauf der Zehn-Tages-Frist gemäß Satz 2 eine angemessene Nachlieferungsfrist setzen.
    Hat der Käufer Anspruch auf Schadensersatz statt der Leistung, beschränkt sich dieser bei leichter Fahrlässigkeit auf höchstens 10 % des vereinbarten Kaufpreises. Ist der Käufer kein privater Endverbraucher, für den die Regelungen des Verbrauchsgüterkaufs gelten, sind Schadensersatzansprüche bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
    Der Verkäufer haftet nicht, wenn der Schaden auch bei rechtzeitiger Lieferung eingetreten wäre.
  4. Wird ein verbindlich festgelegter Liefertermin überschritten, kommt der Verkäufer mit Überschreiten des Termins in Verzug. Die Rechte des Käufers bestimmen sich dann nach den vorgenannten Regelungen.
  5. Höhere Gewalt oder beim Verkäufer oder dessen Lieferanten eintretende Betriebsstörungen, die den Verkäufer ohne eigenes Verschulden vorübergehend daran hindern, den Kaufgegenstand zum Termin oder innerhalb der Frist zu liefern, verlängern die Termine und Fristen um die Dauer des Hindernisses.
    Der Verkäufer ist verpflichtet, den Käufer unverzüglich nach Kenntnis von Lieferschwierigkeiten auf diese hinzuweisen.
    Führen entsprechende Störungen zu einem Leistungsaufschub von mehr als einem Monat, gerechnet ab der ursprünglichen Lieferfrist, können beide Vertragspartner vom Vertrag zurücktreten.

IV. Abnahme

  1. Sofern der Käufer das Fahrzeug beim Verkäufer abzuholen hat, ist er verpflichtet, den Kaufgegenstand innerhalb von acht Tagen ab Zugang der Bereitstellungsanzeige abzunehmen; im Falle der Nichtabnahme kann der Verkäufer von seinen gesetzlichen Rechten Gebrauch machen.
  2. Sofern das Fahrzeug vom Verkäufer zum Käufer zu transportieren ist, hat der Käufer innerhalb von 8 Tagen ab Zugang der Proformarechnung hinsichtlich der Zahlung in Vorkasse zu treten. Im Falle der Nichtzahlung im Rahmen der Frist kann der Verkäufer von seinen gesetzlichen Rechten Gebrauch machen.
    Der Käufer hat etwaige Transportschäden dem Spediteur und dem Verkäufer unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 24 Stunden schriftlich mitzuteilen. Versendet der Verkäufer auf Verlangen des gewerblichen Käufers das Fahrzeug an diesen oder an eine von diesem angegebene Andresse, geht die Gefahr der Verschlechterung oder des zufälligen Untergangs gem. §§ 446,447 BGB auf den Käufer über, sobald der Verkäufer das Fahrzeug dem Spediteur, Frachtführer oder Auslieferer übergeben hat.
  3. Sofern das Fahrzeug durch eine vom Käufer beauftragte Spedition entgegengenommen wird, hat der Käufer innerhalb von 8 Tagen ab Zugang der Proformarechnung hinsichtlich der Zahlung in Vorkasse zu treten. Im Falle der Nichtzahlung im Rahmen der Frist kann der Verkäufer von seinen gesetzlichen Rechten Gebrauch machen. Die Gefahr geht in diesem Fall mit Übergabe auf den Spediteur auf den Käufer über.
  4. Verlangt der Verkäufer Schadensersatz, beträgt dieser 15 % des Kaufpreises.

    Der Schadensersatz ist höher oder niedriger anzusetzen, wenn der Verkäufer einen höheren oder der Käufer einen geringeren Schaden nachweist.

V. Eigentumsvorbehalt

  1. Der Kaufgegenstand bleibt bis zum Ausgleich der dem Verkäufer aufgrund des Vertrags zustehenden Forderungen Eigentum des Verkäufers.
    Handelt es sich nicht um einen Verbrauchsgüterkauf, bleibt der Eigentumsvorbehalt auch bestehen für Forderungen des Verkäufers gegen den Käufer aus der laufenden Geschäftsbeziehung.
    Während der Dauer des Eigentumsvorbehaltes steht das Recht zum Besitz des Fahrzeugbriefes dem Verkäufer zu.
  2. Bei Zahlungsverzug des Käufers kann der Verkäufer vom Vertrag zurücktreten und Schadensersatz beanspruchen.
  3. Solange der Eigentumsvorbehalt besteht, darf der Käufer über den Kaufgegenstand weder verfügen noch Dritten vertragliche Nutzung einräumen.

VI. Sachmangel

  1. Der Verkäufer haftet für Sachmängel gegenüber privaten Endverbrauchern zwei Jahre bei Lieferung von Neufahrzeugen, sowie ein Jahr bei Gebrauchtwagen.
    Gegenüber gewerblichen Käufern wird die Sachmängelhaftung auf ein Jahr bei Neuwagen beschränkt; bei Gebrauchtwagen ist sie ausgeschlossen.
  2. Als Kurzzulassung im Sinne des Vertrages gilt ein Import- oder Reimportfahrzeug mit Tageszulassung bis zu zwei Monaten im In- oder Ausland, da einige EU-Länder den Export nur nach Erstzulassung im Ausland erlauben. Im deutschen Fahrzeugbrief ist die Zulassung im Ausland nicht immer ersichtlich! Die Herstellergarantie beginnt in diesen Fällen mit Auslieferung an den exportierenden Händler im Ausland zu laufen! Im deutschen Kfz-Brief (Zulassungsbescheinigung Teil 2) kann bis zu ein Vorbesitzer aus der Kurzzulassung eingetragen sein.
  3. Lagerfahrzeuge sind Fahrzeuge, die beim Exporteur längere Zeit eingelagert wurden und deren Ausstattung nicht mehr der des aktuellen Modells entsprechen. Die Herstellergarantiefrist für derartige Fahrzeuge ist bereits angelaufen.
  4. Zeigt sich während der Gewährleistungsfrist ein Mangel, ist der Verkäufer gem § 437 BGB zur Nacherfüllung berechtigt. Die Geltendmachung von Gewährleistungs-/Sachmängelansprüchen – auch wenn sie durch deutsche Vertragswerkstätten erfolgt, muss TOHA schriftlich mitgeteilt werden.
    Die Rückabwicklung von Verträgen ist ausgeschlossen, wenn TOHA keine Gelegenheit zur Nachbesserung gewährt wurde.
    Bei Weiterveräußerung an Dritte muss der Käufer seinen Kunden gesondert auf diesen Sachverhalt hinweisen und haftet bei Nichteinhaltung dieser Verpflichtung dem Endkunden gegenüber allein.
  5. Eine Nachbesserung gilt nach dem erfolgten zweiten Versuch hinsichtlich desselben Mangels als fehlgeschlagen. Nach erfolglosem zweiten Nachbesserungsversuch gelten die gesetzlichen Regelungen. Schadensersatzansprüche wegen der Verletzung der Nacherfüllungspflicht verjähren gegenüber privaten Endverbrauchern bei Neufahrzeugen in zwei Jahren, bei Gebrauchtfahrzeugen ein Jahr nach Auslieferung. Gegen Unternehmen im Sinne des § 14 BGB verjähren die Schadensersatzansprüche wegen Verletzung der Nacherfüllungspflicht bei Neufahrzeugen in einem Jahr ab Auslieferung, bei Gebrauchtfahrzeugen entstehen keinerlei Nachbesserungsansprüche.
  6. Der Verkäufer trägt bei anerkannten Mängeln die Transport-, Wege,- Arbeits- und Materialkosten.
    Wird der Kaufgegenstand wegen Sachmangels betriebsunfähig, kann sich der Käufer mit Zustimmung des Verkäufers an einen nächstgelegenen, dienstbereiten KfZ-Meisterbetrieb wenden, wenn sich der Ort des betriebsunfähigen Kaufgegenstandes mehr als 50 km vom Verkäufer entfernt befindet.
    Ersetzte Teile werden Eigentum des Verkäufers. Für die Mängelbeseitigung eingebauter Teile kann der Käufer bis zum Ablauf der Verjährungsfrist des Kaufgegenstandes Sachmängelansprüche aufgrund des Kaufvertrages geltend machen.
  7. Der Verkäufer kann die Nachbesserung ablehnen, wenn sie mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden ist und wird in diesem Fall den Vertrag rückabwickeln.
  8. Auf mögliche Abweichungen von der deutschen Serienausstattung wurde der Käufer hingewiesen.

VII. Garantie

Neben den direkten Sachmängelansprüchen gegen den Verkäufer hat der Käufer auch einen direkten Garantieanspruch gegenüber dem Hersteller, der in jeder Vertragswerkstatt des Fahrzeugherstellers geltend gemacht werden kann. Der Beginn der Garantie variiert insbesondere bei Import- und Reimportfahrzeugen je nach Ursprungsland des Fahrzeuges. Besonders bei Reimporten beginnt teilweise die Garantie schon mit Übergabe an den ausländischen Exporteur. Im Vertrag ist der Beginn der Garantiefrist und deren Dauer gesondert vermerkt.

Garantieansprüche sind ausschließlich zwischen Hersteller und Käufer abzuwickeln und sind rechtlich von der Sachmängelhaftung nach Ziff. VI strikt zu trennen!

Erbrachte Garantieleistungen des Herstellers haben keinerlei Auswirkungen auf die gesonderte Gewährleistung des Verkäufers. Die Inanspruchnahme des Herstellers gilt insbesondere nicht als Nachbesserungsbegehren gegenüber dem Verkäufer.

VIII. Haftung

  1. Hat der Verkäufer aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen nach Maßgabe dieser Bedingungen für einen Schaden aufzukommen, der leicht fahrlässig verursacht wurde, haftet er nur bei Verletzung vertragswesentlicher Pflichten und hat den bei Vertragsabschluss vorhersehbaren, typischen Schaden zu ersetzen.
    Diese Beschränkung gilt nicht bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit.
    Soweit der Schaden durch eine vom Käufer für den Schadensfall abgeschlossene Versicherung (ausgenommen Summenversicherung) gedeckt ist, haftet der Verkäufer nur für etwaige damit verbundene Nachteile des Käufers (höhere Versicherungsprämien oder Zinsnachteile bis zur Schadensregulierung).
  2. Unabhängig von einem Verschulden des Verkäufers bleibt eine etwaige Haftung wegen arglistigem Verschweigen eines Mangels, aus der Übernahme einer Garantie oder eines Beschaffungsrisikos und nach dem Produkthaftungsgesetz unberührt.
  3. Ausgeschlossen ist die persönliche Haftung der gesetzlichen Vertreter, Erfüllungshilfen und Betriebsangehörigen des Verkäufers für von ihnen durch leichte Fahrlässigkeit verursachte Schäden.

IX. Schiedsgutachterverfahren

  1. Für gebrauchte Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von nicht mehr als 2,8 t können beide Vertragsparteien die zuständige Schiedsstelle für das KfZ-Gewerbe und den Gebrauchtwarenhandel anrufen.

    Die Anrufung muss schriftlich und unverzüglich nach Kenntnis des Streitpunktes, spätestens vor Ablauf der Verjährung erfolgen.

  2. Durch die Entscheidung der Schiedsstelle wird der Rechtsweg nicht ausgeschlossen.
  3. Durch die Anrufung der Schiedsstelle wird die Verjährung gehemmt.
  4. Das Verfahren vor der Schiedsstelle richtet sich nach deren Geschäfts- und Verfahrensordnung, die den Parteien auf Verlangen von der Schiedsstelle ausgehändigt wird.
  5. Die Anrufung der Schiedsstelle ist ausgeschlossen, wenn bereits der Rechtsweg beschritten ist.

    Wird der Rechtsweg während des Schiedsstellenverfahrens beschritten, stellt die Schiedsstelle ihre Tätigkeit ein.

  6. Das Schiedsstellenverfahren ist für die Beteiligten kostenlos.

X. Gerichtsstand

  1. Für diesen Vertrag und dessen Durchführung gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
  2. Erfüllungsort für alle aus diesem Vertrag zu erbringenden Leistungen ist ausschließlich Freyung.
  3. Soweit der Vertragspartner Kaufmann im Sinne des HGB ist, gilt in allen Fällen -ungeachtet des Wertes für alle sich aus diesem Vertragsverhältnis unmittelbar oder mittelbar ergebenen Streitigkeiten- die Zuständigkeit des Amtsgerichts Freyung als vereinbart.

XI. Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der restlichen Vertragsbestimmungen nicht.

Vielmehr gilt anstelle der unwirksamen Bestimmung eine dem Zweck der Vereinbarung entsprechende oder zumindest nahekommende Ersatzbestimmung, die die Parteien zur Erreichung des gleichen wirtschaftlichen Ergebnisses vereinbart hätten, wenn sie die Unwirksamkeit der Bestimmung gekannt hätten.

 

Online Streitbeilegungsplattform gem. EU-Verordnung Nr. 524/2013

 

"Verbraucherinformationen gemäß Verordnung (EU) Nr. 524/2013:

 

Im Rahmen der Verordnung über Online Streitbeilegung In Verbraucherangelegenhelten steht Ihnen unter "http://ec.europa.eu/consumers/odr "eine Online Streitbeilegungsplattform der EU-Kommlsslon zur Verfügung."

 

Stand: Oktober 2016